Bericht der ESW Unternehmensgruppe 17
Kreditgeber. Etwaige Ausfallrisiken können somit
im Einzelnen kompensiert werden. Zum Bilanz-
stichtag sind die Kreditlinien zu etwa 61 % in
Anspruch genommen.
Die für Neubau- sowie Modernisierungsmaßnah-
men verwendeten Betriebsmittelkredite werden
sukzessive in bereits gesicherte oder noch zu
sichernde langfristige Grundschulddarlehen umge-
schichtet. Dem Grundsatz der Fristenkongruenz
wird konsequent Rechnung getragen.
Das zentrale Finanzmanagement stellt sicher,
dass die kurz- und langfristigen Kreditverbindlich-
keiten auf verschiedene Kapitalgeber verteilt sind.
Dadurch können „Klumpenrisiken“ vermieden und
eine größtmögliche Unabhängigkeit von externen
Kreditgebern geschaffen werden. Diese Strategie
hat sich gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise
bewährt und wird auch in Zukunft so beibehalten.
Spekulative Finanzierungsinstrumente werden
vom ESW nicht eingesetzt.
Aufgrund der größtenteils langfristigen Finanzie-
rung der Bestandsimmobilien ist derzeit keine
Gefährdung der finanziellen Entwicklung des ESW
zu befürchten. Es kann jedoch nicht ausgeschlos-
sen werden, dass sich die Finanzierungsmöglich-
keiten sowie -konditionen ungünstig entwickeln
können. Deshalb ist der Finanzierungsbereich
schwerpunktmäßig in das bestehende Risiko-
management integriert, um rechtzeitig Liquiditäts-
engpässen und Zinsänderungsrisiken vorbeugen
zu können. Die Entwicklung auf den Finanz- und
Kapitalmärkten wird intensiv beobachtet und
regelmäßig an den Aufsichtsrat berichtet.
7. Prognosebericht
Die Schwerpunkte der Investitionspolitik in den
nächsten Jahren liegen im Neubau – auch durch
Nachverdichtung – in der Modernisierung und im
Zukauf von Wohnraum. Der Zeitpunkt für diese
Investitionen ist trotz eventueller Auswirkungen
der Schuldenkrise weiterhin günstig. Die gute
Bonität des ESW, die ausreichende Eigenkapital-
ausstattung und die stabile Ertragskraft des Unter-
nehmens sowie das weiterhin niedrige Zinsniveau
auf dem Geld- sowie Kapitalmarkt stellen Garan-
ten für das Erreichen der Ziele dar. Überdies wer-
den durch diese Investitionspolitik die heimische
Bauwirtschaft und das Handwerk unterstützt.
Die Voraussetzungen für eine weiterhin positive
Entwicklung sind gut. Die Leerstände haben sich
auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Für die
nächsten Jahre kann aufgrund der bereits erfolgten
und noch geplanten umfangreichen Investitionen in
den Bestand kontinuierlich mit steigenden Mieter-
trägen gerechnet werden. Zudem wird die Nach-
frage nach Wohnraum zunehmen – vor allem in
den Ballungszentren.
Im Umfeld weitgehend stagnierender Realeinkom-
men will das ESW mit bezahlbarem Wohnraum
vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung für breite Schichten der
Bevölkerung anbieten. Auf diese Weise nimmt das
Unternehmen an der Erfüllung des kirchlichen
Auftrags teil.
Die Gruppe ist in allen Bereichen ein stabiles und
anerkanntes Unternehmen. Die gute wirtschaftliche
Entwicklung der Vorjahre konnte auch 2012 fort-
gesetzt werden.
Das ESW schafft hierfür durch seine weitsichtige
Arbeit die Grundlagen für ein stets auf die Markt-
bedingungen abgestimmtes langfristiges Unter-
nehmenskonzept. Hierbei kommt der jährlich fort-
geschriebenen Fünf-Jahresplanung eine besondere
Rolle zu. Danach ist zu erwarten, dass die positive
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage mit
vergleichbaren Jahresüberschüssen in den kom-
menden Jahren fortgesetzt werden kann.
Nürnberg, den 25. 02. 2013
Hannes B. Erhardt
Robert Flock
Geschäftsbericht 2012
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